Reisebericht zum Dortmunder Aktionswochenende

Die Vorgeschichte

Grund für das Aktionswochenende war die durchgehende Polizeipräsenz im wunderschönen Dortmund Dorstfeld, genauer gesagt in der Emscher- bzw. Thusneldastraße. Wer kannte es nicht, das künstlerisch wertvolle „Nazikiez“ Graffiti? Viele Touristen aus allen Ecken Deutschlands oder dem Ausland hatten es sich früher nicht nehmen lassen, ein Erinnerungsfoto zu schießen, um ein Andenken an einen schönen Ausflug zu haben. Doch das war einigen hohen Herren in Dortmund wohl ein Dorn im Auge und so rückten am frühen Morgen des 6. September Vertreter der Exekutive an, um mutmaßlichen linken Graffiti Sprayern zu ermöglichen, das „Nazikiez“ Gemälde zu übersprühen. Ein Kleinbus erschien mit abgeklebten (!) Kennzeichen, mehrere vermummte Gestalten entstiegen und machten sich ans Werk.

 

 

 

 

Was dabei raus kommen sollte war zu erwarten: Ein buntes „Toleranzgraffiti“, vor dem wirklich niemand gern gesehen, geschweige denn fotografiert werden will, höchstens um ein Profilbild für den Account auf einer homoerotischen Singlebörse zu haben.

„our colors are beautiful“ prangt nun in bunten Lettern auf der Wand

Begleitet wurde dieser fragwürdige Vorgang von einem Medienaufgebot, das selbst für Dorstfelder Verhältnisse recht groß war. Natürlich durften auch der Innenminister und der Polizeipräsident nicht fehlen, die scheinbar nichts besseres zu tun haben, als einem Freitagmorgen medienwirksam ihren „Kampf gegen Rechts“ zu feiern.

Wer jetzt aber denkt, man sei mit der verschwendeten Summe an Steuergeldern schon zufrieden – weit gefehlt! Seitdem dieses neue Graffiti angebracht wurde, stehen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche zwischen zwei und vier Steifenwagen mit Minimum zwei Beamten bereit, um die Wand vor Übergriffen zu schützen. Während anderorts die Drogengeschäfte florieren, Raub und Vergewaltigung fast an der Tagesordnung sind, werden hier Ressourcen verschwendet, die eigentlich an anderer Stelle nötig wären.

Aufgrund dieser unhaltbaren Zustände haben die Dortmunder Kameraden zu einem Aktionswochenende aufgerufen, das am Donnerstag begann und von uns ab Freitag unterstützt wurde.

Ein Freitagabend in der Nordstadt

Wer in ländlichen Regionen aufgewachsen oder wohnhaft ist und sich dort schon über die steigende Anzahl nicht deutscher Subjekte beschwert, dem ist zu empfehlen, mal einen Abstecher in die Dortmunder Nordstadt zu machen. Dort wird er vermutlich aufgrund der hohen Dichte nicht weißer Menschen einen Kulturschock erleben und sich ganz schnell wieder in seine heile Welt flüchten. Da für uns Flucht aber keine Option ist, haben wir genau dort eine Kundgebung abgehalten und zwar mit so viel Polizei im Schlepptau, dass sich einige Anwohner vermutlich vor Verwunderung die Augen gerieben haben. Denn die Polizei ist dort ein eher seltener Gast, aber dank der Partei „Die Rechte“ hat zumindest an diesem Abend mal wieder Sicherheit, Recht und Ordnung geherrscht.

Die Kundgebung an sich verlief störungsfrei, die Redner Michael Brück, Sascha Krolzig und Sven Skoda hielten flammende Reden, wie man sie sonst nur aus dem Zirkus Krone kennt, legten den Finger in die Wunde und wiesen auf die aktuellen Probleme, sowie die Ressourcenverschwendung hin.

Nachdem die Kundgebung beendet wurde, stand eigentlich die Abreise zusammen mit dem mitgeführten Kleinbus an, der vorher als Lautsprecherwagen diente. „Eigentlich“, weil die Herren der Polizei es sich dann doch anders überlegt hatten und das Fahrzeug einzeln hinausbegleiten wollten, wodurch eben jenes Fahrzeug Angriffen von Linksextremisten schutzlos ausgeliefert gewesen wäre. Also hat der der parteieigene Experte für Verasammlungsrecht und Versammlungsleiter Michael Brück die eingesetzten Beamten auf die Problematik hingewiesen, was allerdings nur eine Reihe von Rechtsbrüchen, die im Nachgang vor Gericht landen werden, zur Folge hatte. Selbst als Laie hatte man den Eindruck, dass die Beamten genau wussten, dass sie sich die nächste Niederlage vor Gericht einhandeln würden, es ihnen aber schlichtweg egal war.

Nun war die Polizei der Meinung allen Teilnehmern einen Platzverweis erteilen zu wollen. Höflich wie nationale Sozialisten nunmal sind, kam man der Polizei zuvor und setzte sich in Bewegung, um zum U Bahnhof zu gelangen. Dies überforderte allerdings den ein oder anderen Beamten und die Begleitung wirkte ein wenig unkoordiniert. So könnte es sich auch erklären lassen, dass ein augenscheinlich frustierter Beamter mit seinem Helm einem Teilnehmer eine „Kopfnuss“ gab, nachdem sich einige Wortgefechte mit Gegendemonstranten, die parallel zur Gruppe liefen, ereigneten. Selbstverständlich wird auch dieser Vorfall juristisch verfolgt, in der Hoffnung, dass der Gerechtigkeit genüge getan wird.

Während der Abreise wurden auch Parolen kundgetan, die den Teilnehmern später am S Bahnhof Dorstfeld noch eine Stunde Aufenthalt in einem Polizeikessel einbrachte. Beanstandet wurde zuerst die Parole „Hier marschiert der nationale Widerstand“, zu der es allerdings ein eindeutiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts gibt, dass diese Parole eben nicht strafbar ist. Das bemerkten dann scheinbar auch die Beamten, die allerdings sehr übermotiviert waren und dementsprechend sofort die nächste Parole „Nie wieder Israel“ für rechtswidrig erklärten, um so eine Personenkontrolle aller Beteiligten zu rechtfertigen. Allerdings ist es dann unvorteilhaft, wenn es auch dazu schon ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster gibt, in dem festgestellt wird, dass diese eben nicht rechtswidrig ist. Dem standhaften Auftreten der beteiligten Aktivisten ist es zu verdanken, dass die Polizisten dann unverrichteter Dinge und eben ohne Personenkontrolle den Kessel auflösten.

Abschließend lässt sich zu der Kundgebung in der Nordstadt sagen, dass sie trotz großspurig angekündigtem Gegenprotest störungsfrei verlief, an diesem Abend endlich mal wieder Sicherheit, Recht und Ordnung in der Nordstadt herrschte und die Polizei scheinbar nichts aus vorangegangenen juristischen Niederlagen gelernt hat.

Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik

Das haben sich wohl auch die meisten Anhänger des BVBs gedacht und sind dem Aufruf der Vereinsführung Borussia Dortmunds nicht gefolgt. Anders lässt es sich nämlich nicht erklären, dass sich nur 160 Gegendemonstranten am Sonnenplatz eingefunden haben, um Gesicht gegen rechts zu zeigen, was angesichts einer Stadiongröße von etwas 81.000 eher als lächerlich einzustufen ist. Wobei man davon auch noch die üblichen Verdächtigen der anderen Feldpostnummer und die Anhänger der „Fridays for future“ Bewegung abziehen müsste.

Grund des Gegenprotests war die dritte und letzte Kundgebung des Aktionswochenendes der Partei „Die Rechte“. Auch hier sollte wieder ein Zeichen gesetzt werden, um zu verdeutlichen, wo eine permanente Polizeipräsenz wirklich nötig wäre und dass Dorstfeld um einiges sicherer ist, als so manch anderes Viertel in Dortmund. Dies machten auch die Redner Michael Brück und Sven Skoda in ihren Reden deutlich, was vermutlich auch dem ein oder anderen Gegendemonstranten aufgefallen wäre, wenn diese nicht damit beschäftigt gewesen wären, in gewohnter Manier mit hasserfüllten Fratzen ihre ewig gleichen und wenig kreativen „Nazis raus“ Parolen zu kreischen.

Die Abreise lief, verglichen mit dem vorangegangen Abend in der Nordstadt, in geordneten Bahnen. Kurz wurde es, aufgrund einer Kommunikationspanne zwischen den eingesetzten Beamten, nochmal hektisch und die Polizei hat sich den Schlüssel des Lautsprecherwagens angeeignet, aber auch diese Situation konnte bereinigt werden.

Alles in allem wurde auch diese wichtige Kundgebung diszipliniert durchgezogen und es hat sich gezeigt, dass selbst der große BVB keine nennenswerte Zahl an Gegendemonstranten mobilisieren kann.

Bleibt nur noch zu sagen, dass Dortmund immer eine Reise wert ist: Die Kameraden schaffen es immer wieder, dass bei der ganzen Politik und den Repressionen der Spaß nicht zu kurz kommt, daher sei auch du das nächste mal dabei, geh mit uns für ein besseres Deutschland auf die Straße und nimm dazu Kontakt zu den Kameraden vor Ort auf oder melde dich über unsere Kontakt Email!

 

 

 

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